grainBarcelona. - Die Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB) legt das Schwergewicht bei ihren Investitionen in die Landwirtschaft zunehmend auf die "Agro-Industrialisierung". Das zeigt ein Bericht der in Barcelona ansässigen Nichtregierungsorganisation Grain. Bislang sind demnach 1.116 Agrikultur-Projekte abgeschlossen oder bewilligt worden. Sie deuten auf einen verstärkten Wechsel von der diversifizierten Subsistenz-Landwirtschaft zum industrialisierten Agro-Business hin.

Die AfDB hat auf dem afrikanischen Finanzmarkt beträchtliches Gewicht, so Grain. Derzeit stünden Investitionen von 240 Milliarden US-Dollar an. Bereits investiert wurde ein Portfolio in Höhe von 56,6 Mrd. Dollar. 13% davon gingen in den Agrarsektor. Die Entwicklungsbank fördere damit eine signifikante territoriale Umgestaltung, kritisiert Grain. Die Agrarindustrie profitiere von fruchtbaren Böden, Bewässerung und billigen Arbeitskräften. Dafür würden kostspielige Projekte wie die "Pacts for the supply of foodstuffs and agricultural products" für 40 Länder oder die landwirtschaftlichen Sonderproduktionzonen ins Leben gerufen.

Für Grain laufen diese Projekte darauf hinaus, ländliche Gebiete mit den Randgebieten von Kleinstädten zu verbinden, wo es große Armut und Arbeitslosigkeit gibt. Paradoxerweise habe die Grüne Revolution dazu beigetragen, bäuerliche Gemeinschaften von ihrem Land zu vertreiben und in die Städte abwandern zu lassen.

Quelle: www.grain.org


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