MisereorAachen/Paderborn (epo.de). - Mehr Bildungschancen für die Armen fordert das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR in der Fastenaktion 2007, die am Wochenende in der Erzdiözese Paderborn eröffnet wurde. Der gastgebende Erzbischof Hans Josef Becker hob gegenüber den Medien die Bedeutung von Bildung als entscheidendem Mittel zur Überwindung von Armut hervor. Zugleich verwies Becker auf die Leistungen der katholischen Schulen und Bildungseinrichtungen der Erzdiözese.

Die Notwendigkeit von Bildung in den Armutsregionen betonte auch Bischof Norbert Klemens Strotmann Hoppe aus Peru: "MISEREOR fördert Bildung in Zivilcourage. Die Kirche muss das Gewissen einer Gesellschaft sein. MISEREOR hilft mutig den Finger in die Wunden der Gesellschaft zu legen. Die Wunden der Gesellschaft sind Armut, Ungerechtigkeit, Unterdrückung, Hunger und Not." In seiner Diözese am Rande der Hauptstadt Lima bliebe vielen Armen ein Leben in Würde verwehrt. Erst durch die von MISEREOR unterstützten Bildungsprojekte der katholischen Kirche entwickelten sie Perspektiven, so Strotmann. Kirchliche Hilfswerke wie MISEREOR trügen so ungeheuer zum Ansehen der Bundesrepublik Deutschland im Ausland bei.

Für die Fastenaktion verwies MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Sayer auf den G8-Gipfel in Heiligendamm. Mit der AKTION "Haltet Eure Versprechen" sammeln MISEREOR und der Bund der Katholischen Jugend (BDKJ) Unterschriften, die im Vorfeld des Gipfels durch Bischöfe und Kardinäle aus Afrika, Asien und Lateinamerika an die Regierungschefs übergeben werden.

An der 49. MISEREOR-Fastenaktion unter dem Leitwort "Entdecke, was zählt!" nehmen auch MISEREOR-Partner aus dem Sudan und Tansania, aus Peru und Brasilien sowie aus Indien und Bangladesch teil. Sie berichten über die Situation in ihrer Heimat, über die Lebensbedingungen und wie sie in ihren Projekten daran arbeiten, mit Schul- und Bildungsangeboten zur Überwindung von Diskriminierung, Armut und Hunger beizutragen.

www.misereor.de


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