Zürich (epo). - Die Schweizer Entwicklungsorganisation Helvetas hat den Schutz und die Förderung der Menschenrechte in ihrem Partnerland Nepal gefordert. Der König und die von ihm eingesetzte, demokratisch nicht legitimierte Regierung hätten diese Rechte seit ihrer Machtübernahme teilweise ausser Kraft gesetzt, insbesondere das Recht zur freien Meinungsäusserung, erklärte die Organisation.

Helvetas begrüsste den Aufruf der Schweizer Bundesregierung zur Einhaltung der Menschenrechte. Darüber hinaus forderte Helvetas das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf, sich aktiv für die Förderung der Menschenrechte in Nepal einzusetzen. Helvetas würde es begrüssen, wenn das EDA seine diplomatischen Dienste zur Vermittlung zwischen der Regierung und den Maoisten anbiete, heisst es in der Erklärung.

Die Organisation verfolgt die neusten Entwicklungen in Nepal mit grosser Besorgnis. Die Übernahme der Macht durch den König und das Einsetzen einer demokratisch nicht legitimierten Regierung hätten zu grosser Verunsicherung geführt. Helvetas könne die Projektarbeit nur noch sehr zurückhaltend ausführen, um die Sicherheit von Mitarbeitenden und Partnern nicht zu gefährden. Gemeinsam mit anderen internationalen Organisationen überprüfen die Programmverantwortlichen vor Ort, ob eine sinnvolle Entwicklungszusammenarbeitarbeit noch möglich ist.

Die Schweizer Entwicklungsorganisation Helvetas ist seit 1955 in Nepal tätig. Das Programm umfasst heute u.a. Wasserversorgungen, Bauernberatung, Kleingewerbeförderung, Gemeindeentwicklung, Fussgänger-Hängebrücken und Erschliessungsstrassen.

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