business summitKopenhagen (epo.de). - Der "World Business Summit on Climate Change" vom 24. bis 26. Mai in Kopenhagen war nach dem Urteil der britischen Hilfsorganisation Oxfam International eine Enttäuschung. Die "globalen Wirtschaftsführer" hätten in den Fluren zwar engagierte Reden gehalten, dass der Klimawandel schnellstens gestoppt werden müsse, die Beschlüsse seien jedoch alles andere als ambitioniert, erklärte Oxfam Exekutivdirektor Jeremy Hobbs nach dem Ende der Konferenz.  


Das Treffen endete mit dem "Copenhagen Call" – nach Auffassung der Veranstalter ein "prägnantes Statement, das die Elemente benennt, die die Geschäftswelt für notwendig erachtet, um einen effektiven globalen Klimavertrag zustande zu bringen". Hobbs, der selbst auf der Konferenz sprach, hält die Beschlüsse nicht für einen großen Wurf:

"The Summit’s statement is only a tiny step in pushing for the right political recipe when it could have been a giant stride. It asked for 50% global cuts by 2050 when we need at least 80%. It mentioned mid-term cuts by 2020 - but gave no number: we need at least 40% in developed counties. It mentioned the importance of adaptation finance to poor countries - but again no number: we need at least $50bn a year. These are all deal-breaking issues that this Summit should have tackled but did not."

Die vom "Business Summit" herausgegebene Erklärung sei der unveränderte Entwurf, der schon vor Beginn der Konferenz vorlag, so Hobbs, der sich fragt, wozu drei Tage lang verhandelt werden musste. Hobbs hält es auch für "ein Mysterium", warum so einflussreiche Leute wie UN-Generalsekretär Ban Ki Moon oder der frühere US-Vizepräsident Al Gore vor den versammelten Wirtschaftsbossen engagierte Reden hielten - nur um mit ihren Appellen im Schlussdokument völlig ignoriert zu werden.

www.copenhagenclimatecouncil.com
www.oxfam.org.uk


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