Afrika

oneBerlin. - Der fünfte gemeinsame Gipfel der Europäischen und der Afrikanischen Union ist am Donnerstag in der Elfenbeinküste zu Ende gegangen. Das Abschlussdokument sei Sinnbild für die mangelnden Ambitionen der anwesenden Staats- und Regierungsoberhäupter, kritisierte die Lobby-Organisation ONE: "Es beinhaltet leider keine konkreten und messbaren Zusagen für die Jugend Afrikas, die das Hauptthema des Gipfels waren." 

berlin institutBerlin. - Warum wächst die Bevölkerung Afrikas so stark und weshalb machen sich so viele Menschen aus Not auf den gefährlichen Weg nach Europa? Ein Grund dafür ist die unzureichende Entwicklung in vielen Ländern Subsahara-Afrikas, wohinter vor allem erhebliche Defizite im Bildungsbereich stehen. In einigen Ländern der Sahelregion lernen selbst die Nachwuchsjahrgänge nur zur Hälfte lesen, schreiben und rechnen. Wie es um die Bildungssysteme dieser Länder bestellt ist und welcher Handlungsbedarf dort besteht, zeigt eine neue Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung.

venro 200Berlin. - Vor dem am Dienstag beginnenden 5. Gipfel der Afrikanischen Union und der EU hat der Dachverband für Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) einen Neustart gefordert. Bundeskanzlerin Angela Merkel müsse ihre Ankündigung, den Handel zwischen Afrika und Europa auf eine gerechte Basis stellen zu wollen, wahr machen, erklärte VENRO.

aerzte ohne grenzenBerlin. - Nach einem bewaffneten Überfall in Bangassou im Südosten der Zentralafrikanischen Republik haben alle Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen die Stadt verlassen. Der Überfall habe sich in der Nacht zu Dienstag ereignet, teilte die Hilfsorganisation am Mittwoch in Berlin mit. Er sei lebensbedrohlich für die 58 Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen gewesen. Etwa eine halbe Million Menschen seien nun fast ohne medizinische Hilfe.

gfbvGöttingen. - Nach einer Serie politisch motivierter Morde hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor einer Eskalation der Gewalt und einem Bürgerkrieg in Kamerun gewarnt. In der letzten Woche wurden bei drei Mordanschlägen mutmaßlicher Befürworter einer Abspaltung der englischsprachigen Regionen vier Sicherheitskräfte getötet.

gfbv 200Göttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Mittwoch dringend mehr politischen Druck auf die Konfliktparteien im Südsudan gefordert, um den Bürgerkrieg zu beenden und das im August 2015 unterzeichnete Friedensabkommen endlich umzusetzen. Der Regierung des Südsudans warf die Menschenrechtsorganisation eine gezielte Verzögerungstaktik vor, um eine Verschärfung internationaler Sanktionen und das Einfrieren von Finanzhilfen abzuwenden.

gfbvGöttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat das Verbot der Biafra-Bewegung Indigenous People of Biafra (IPOB) in Nigeria kritisiert und vor neuer Gewalt im Südosten des Landes gewarnt. "50 Jahre nach dem Beginn des Völkermords in Biafra haben Nigerias Armee und Staatsführung nichts gelernt aus den Fehlern der Vergangenheit. Wie damals setzen sie auch heute wieder auf brachiale Gewalt, um Biafra-Aktivisten einzuschüchtern und zu kriminalisieren", erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius in Göttingen.

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