Internationales

planHamburg. - Mehr als die Hälfte der Mädchen in Bangladesch werden vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet. In vielen Fällen sind sie sogar jünger als 15 Jahre – obwohl Kinderehen in Bangladesch seit 1929 verboten sind. Um ihre Töchter oder Söhne trotzdem so früh wie möglich zu verheiraten, fälschen viele Eltern die Geburtsurkunden oder Personalausweise. Eine neue App, die gemeinsam von Plan International und der Regierung in Bangladesch entwickelt wurde, soll das jetzt verhindern. 

aktion hungerBerlin. - Die weltweit größten Hersteller von Muttermilchersatz gefährden pro Jahr rund 800.000 Kinderleben. Diesen Vorwurf erhebt die entwicklungspolitische Organisation "Aktion gegen den Hunger" in ihrem neuen Bericht "Gegen Profitgier, für Kinderleben – Let them choose". Darin heißt es, auch fast 40 Jahre nach der Verabschiedung des Milch-Kodex der Weltgesundheitsorganisation WHO werde noch immer gegen internationale Vereinbarungen verstoßen.

brot fdwBerlin. - Anlässlich der am Dienstag in Stuttgart beginnenden Strafverfahren gegen Mitarbeitende des schwäbischen Rüstungskonzerns Heckler & Koch hat Brot für die Welt auf die verheerende Menschenrechtssituation in Mexiko hingewiesen. Wenn es der Bundesregierung und dem Bundestag ernst damit sei, keine Waffen in Krisengebiete und Gebiete mit gravierenden Menschenrechtsverletzungen zu exportieren, müsse dringend ein Rüstungsexportgesetz beschlossen werden, fordert Brot für die Welt.

oenz Berlin. - Die Bevölkerung in Burundi soll am Donnerstag darüber abstimmen, ob der amtierende Präsident Pierre Nkurunziza mit Hilfe einer geänderten Verfassung über 2020 hinaus an der Macht bleiben darf. Das Referendum würde dem Präsidenten im Falle einer Annahme sowohl ein viertes Mandat als auch eine theoretische Amtszeit bis 2034 ermöglichen. Im Vorfeld des Referendums kam es zu Gewalt, Einschüchterungen und Unregelmäßigkeiten bei der Registrierung, berichtete das Ökumenische Netz Zentralafrika (ÖNZ) in Berlin.

caritas 150Freiburg. - Die Serie von Verbrechen gegen Friedensaktivistinnen und -aktivisten in Kolumbien hält an: Eine Teilnehmerin eines gemeinsamen Projektes von Deutscher Botschaft, Europäischer Union und Caritas international im Südwesten Kolumbiens ist spurlos verschwunden. Die 36-Jährige aus der Provinz Putumayo, die sich in einem Verein für Gewaltopfer engagierte, war zuletzt von einer paramilitärischen Gruppierung bedroht worden, weshalb von einem Kapitalverbrechen ausgegangen wird. 

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