Landwirtschaft

attac 150Berlin. - Das globalisierungskritische Netzwerk Attac und die Aktion Agrar haben am Montag eine Kampagne für faire Milchpreise und ein Ende der Exportorientierung in der Milchviehwirtschaft gestartet. Vor allem in Westafrika führe der Export von billigem Milchpulver zu einer regelrechten Überschwemmung der heimischen Märkte, kritisierten die beiden nichtstaatlichen Organisationen.

agrarindustrie satt 2016 janBerlin. - Die kirchlichen Hilfswerke Brot für die Welt und MISEREOR haben eine Reform der Ernährungssysteme in Nord und Süd und des Weltagrarhandels angemahnt. Wie die Großdemonstration "Wir haben Agrarindustrie satt", an der am Samstag nach Angaben der Veranstalter mehr als 20.000 Menschen teilnahmen, forderten die Hilfswerke von der Bundesregierung, die Weichen für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft zu stellen. Kleinbauern in Afrika stünden durch Billig-Exporte der europäischen Agrarindustrie vor dem Ruin, erklärten die NGOs.

agrarindustrie satt 2016 janBerlin. - Bauern und Verbraucher wollen am 16. Januar in Berlin auf die Straße gehen, um sich für eine bäuerlich geprägte und ökologischere Landwirtschaft einzusetzen. Die "Wir haben Agrarindustrie satt!"-Demonstration wirft der Bundesregierung vor, die Gewinne einer exportorientierten Agrar- und Ernährungsindustrie über die Interessen von Bäuerinnen und Bauern, von Lebensmittelhandwerk, Umwelt- und Tierschutz sowie einer solidarischen Entwicklungspolitik zu stellen.

fleischatlas deutschland regionalBerlin. - Die Heinrich-Böll-Stiftung und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben am Mittwoch in Berlin den "Fleischatlas Deutschland Regional 2016" mit Daten, Fakten und Grafiken zu Fleischproduktion und -konsum in den 16 Bundesländern veröffentlicht. Demnach konzentriert sich die Produktion von Fleisch auf immer weniger Betriebe, zugleich setzt sich das Höfesterben ungebremst fort. Die deutsche Agrarpolitik setzte weiter vor allem auf Dumpingpreise und massive Exporte auf den Weltmarkt und schade so den Bauern, der Umwelt und den Tieren weltweit, kritisieren Böll-Stiftung und BUND.

reis cgiarHohenheim. - Reisbauern, besonders in den großen asiatischen Flussdeltabereichen, spüren bereits jetzt die Folgen des Klimawandels: Der erhöhte Wasserbedarf bei Dürre und ein steigender Meeresspiegel bedrohen die Ernten. Dabei tragen Reisfelder selbst zur Klimaveränderung bei, weil sie das Treibhausgas Methan ausstoßen. Doch einschränken könne man den Anbau trotzdem nicht, sagt Prof. Dr. Folkard Asch, Reis-Experte an der Universität Hohenheim. Schließlich sei Reis Grundnahrungsmittel für rund die Hälfte der Weltbevölkerung.

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