Afrika

gfbvGöttingen. - Nach dem verheerenden Selbstmordanschlag in Mali mit mindestens 60 Toten und 115 Verletzten ist laut Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Zahl der Opfer islamistischen Terrors auf 411 seit Januar 2016 gestiegen. Unter den Getöteten waren 209 Zivilisten. "Diese traurige Bilanz belegt, wie dramatisch sich die Sicherheitslage in dem westafrikanischen Staat im vergangenen Jahr verschlechtert hat", erklärte GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Donnerstag in Göttingen.

gfbvGöttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat angesichts einer sich stetig verschlechternden Sicherheitslage im Norden und Zentrum Malis die am Mittwoch von der Bundesregierung beschlossene Ausweitung des Bundeswehr-Einsatzes in dem afrikanischen Staat kritisiert. "Deutschland engagiert sich immer stärker militärisch in Mali, aber es fehlt an einem glaubwürdigen Gesamtkonzept des Bundeswehr-Einsatzes", sagte GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius in Göttingen.

biccBonn. - Die Bürgerkriege in Libyen, Mali, der Zentralafrikanischen Republik und im Sudan haben zu einer tiefgreifenden Destabilisierung der Sahelregion geführt. Terrororganisationen wie Al-Qaida im Islamischen Maghreb (AQIM) oder Boko Haram konnten an Einfluss gewinnen, die organisierte Kriminalität und der Schmuggel von Waffen, Menschen und Drogen wachsen. Am 12. Januar diskutieren in Bonn internationale Experten zum Thema "Krise – Stabilisierung – Ordnung: Handlungsoptionen für die Sahelzone".

rog logo neuBerlin. - Vor dem Hintergrund des eskalierenden Streits über das Präsidentenamt in Gambia hat der Geheimdienst drei Radiosender geschlossen. Zwar darf einer der Sender laut einem Medienbericht seit Dienstag wieder senden, jedoch ausschließlich Musik. Reporter ohne Grenzen zeigte sich am Freitag besorgt über die jüngsten Repressalien gegen Journalisten und Medien in dem Land.

hrw logo 200Kinshasa. - Nach Wochen intensiver Verhandlungen und viel Blutvergießen in der Demokratischen Republik Kongo hat Human Rights Watch am Dienstag berichtet, dass Regierung und Opposition sich auf ein Abkommen einigen konnten. Die von der katholischen Kirche vermittelten Vereinbarung beinhaltet eine klare Verpflichtung, dass vor Ende 2017 Präsidentschaftswahlen stattfinden werden.  Präsident Joseph Kabila muss auf eine dritte Amtszeit verzichten.

gfbvGöttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den Weltsicherheitsrat am Samstag scharf kritisiert. Zuvor hatte sich das höchste Gremium der Vereinten Nationen geweigert, ein Waffenembargo gegenüber den Konfliktparteien im Südsudan zu verhängen. Auch gezielte Sanktionen gegenüber drei führenden Kriegstreibern in dem jungen Staat waren abgelehnt worden.

misereorAachen. - Mit Blick auf die erneut verschobene Präsidentschaftswahl in der Demokratischen Republik Kongo hat das Werk für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR die Bundesregierung und die Europäische Union am Montag aufgefordert, den Druck auf die Regierung in Kinshasa weiter hoch zu halten. "So schnell wie möglich muss die Bevölkerung des Landes die Möglichkeit zu einer freien und fairen Bestimmung eines neuen Staatsoberhauptes erhalten", forderte MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel.

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