Rohstoffe

suedwind 100Bonn. - Eine Initiative von Kirchen, Nichtregierungsorganisationen und Engagierten aus der Eine-Welt-Arbeit hat am Mittwoch mir der "Handy-Aktion NRW" zum Sammeln alter Handys für ein fachgerechtes Recycling aufgerufen. In diesem Zusammenhang informieren neue SÜDWIND-Fact-Sheets zum Zinnabbau in Indonesien, zum Lithium-Abbau in Argentinien und zum Kupfer-Abbau in Sambia beispielhaft über die problematischen Seiten des Handy-Konsums und insbesondere über die Folgen des Rohstoffabbaus.

amerika 21Havanna. - Angesichts rückläufiger Erdöllieferungen aus Venezuela setzt Kuba derzeit immer stärker auf die eigenen Ölvorkommen. In diesem Zusammenhang wollen die russische Firma Rosneft und das australische Unternehmen Melbana die kubanischen Vorkommen in der Nähe der Nordküste bei Varadero weiter erkunden. Das hat das Lateinamerikaportal amerika21 am Montag berichtet.

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Berlin. - Zum Internationalen Tag der Menschenrechte hat urgewald die deutsche Version der Multimedia-Slideshow "Walking The Line" veröffentlicht. Sie zeigt die Folgen der Mega-Pipeline "Southern Gas Corridor", die Europa mit Gas aus Aserbaidschan versorgen soll und derzeit gebaut wird. Als Hauptargument für die 3.500 Kilometer lange Pipeline führt die EU an, dass sie sich unabhängiger von russischem Gas machen will. Gleichzeitig nehme die EU massive Menschenrechtsverletzungen, Landrechtskonflikte und Klimaschäden in Kauf.

urgewald neuWashington. - Der Verwaltungsrat der Weltbank will am Dienstag eine Entscheidung zur umstrittenen Gaspipeline Southern Gas Corridor (SGC) fällen. Auf der Tagesordnung steht ein Beschluss zu einem Kredit über rund 800 Mio. US-Dollar für die Transanatolische Gaspipeline (TANAP), das türkische Teilstück des SGC. Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen kritisieren den Southern Gas Corridor wegen seiner schwerwiegenden Menschenrechtsauswirkungen.

euBerlin. - Die Konfliktrohstoff-Verordnung der Europäischen Union läuft nach Einschätzung mehrerer zivilgesellschaftlicher Organisationen Gefahr, in der letzten Verhandlungsrunde ihre Wirkung zu verlieren. Hauptkritikpunkt sind die Schwellenwerte, die Europäischer Rat, EU-Kommission und Parlament nun festlegen wollen: Nach einem Vorschlag der slowakischen EU-Präsidentschaft sollen unter anderem bis zu 100 Kilogramm Gold ohne jegliche Verantwortung, also ohne dass der Importeur seine Lieferkette auf mögliche Konfliktfinanzierung überprüft, eingeführt werden können.

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